„Bienchen-Kinder“ auf zweiter Entdeckungsreise

01. Aug 2022

Unser erster Ausflug in die Natur war im Herbst. Jetzt sollte der zweite Ausflug im Frühjahr folgen.
Vorfreude und Entdeckerlust entstanden, als einige Kinder Naturmaterial vom Wochenendspaziergang aus dem Wald mitbrachten und von ihren Erlebnissen in der Natur erzählten. Viele Kinder interessierten sich dafür, Fragen und Wünsche entstanden. „Kann ich das …`mal anfassen? Was ist das? Moos? Das riecht so gut. Wo hast du das gefunden? Ich will auch `mal in den Wald. Wo ist der Wald?“ Beim Betrachten von Sachbüchern, Fotos, Postern und bei Gesprächen suchten die Kinder mit den Erziehern und Eltern nach neuen Informationen zum Thema „Wald“ und Antworten auf ihre Fragen.
Anlässlich des Kindertages starteten wir mit Rucksäcken, Ferngläsern, Lupen, Lupendosen, Kameras, Insektenkäfigs, Rüssel-Kameras, Körbchen und verschiedenen Behältnissen zum Sammeln an zwei Tagen im Juni mit Sonderbussen der Firma Michel in den Wald. Vielen lieben Dank an die fleißigen Eltern, die die Kindersitze am Morgen mit einbauten. Ein großes Lob und Dankeschön an die Firma Michel-Reisen mit Ihren Busfahrern, die es immer ermöglichen, dass wir so tolle erlebnisreiche Tage im Zittauer Gebirge erleben können. Die Entdeckungsreise konnte nun beginnen.
Wir staunten, was wir da alles sehen, hören, riechen und sammeln konnten. Interessant waren die vielen hohen Bäume sowie eine Tafel am Wegrand mit Bildern von Waldtieren, Pflanzen und einer Wanderkarte. Wir entdeckten auf der Waldwiese Moos, Wurzeln und Pilze, Spinnennetze mit Regentropfen, riesengroße Steine (Felsen), ein Bächlein und eine Eule sowie andere Figuren vom Märchen- und Sagenpfad. Unter den Bäumen fanden wir Zapfen, abgebrochene Äste, Rinde aber auch altes Papier. Vorsichtig konnten die Kinder mit der neuen „Rüsselkamera“ (Endoskop) hineinleuchten sowie beim Filmen und Fotografieren die Höhlen betrachten.  Angeregt durch einen Artikel in der Fachzeitschrift „klein und groß“ konnten wir den Kindern diese neue digitale Beobachtungstechnik, finanziert über das Bundesprojekt „Sprach-Kita…“ zur Verfügung stellen und so den Waldtag interessanter und nachhaltig gestalten. Unsere Katzengruppe hatte selbsthergestellte Naturknete mit in den Wald genommen und hat den Bäumen Gesichter gegeben. Bäume, sprechende Bäume, können uns ja viel erzählen und mitteilen. Das wollten wir auch ausprobieren. Wir lauschten mit den Kindern in den Wald hinein. Es war ein sinnliches Erlebnis, die Geräusche von Vögeln, die Bewegung der Blätter und Äste und der Geruch von Tannennadeln, Moos und Pilzen zu erleben. Mit den „Großen“ waren wir einen ganzen Tag im Wald. Unsere „Küchen-Cindy“ hat uns ein leckeres Mittagspicknick vorbereitet und mit Maria an den Wald gebracht. Vielen lieben Dank dafür. Mit vielen Naturmaterialien, gefüllten Wald-Schatzkisten, Beutel, Fotos und Videos kamen wir wieder im Kindergarten an. Nachmittags zeigten die Kinder den Eltern stolz ihre Waldschätze und erzählten anhand der Fotos, die wir auf den digitalen Bilderrahmen geladen hatten, von ihren Erlebnissen im Wald. Mit dem gesammelten Naturmaterial gestalteten die Kinder Collagen und Tischschmuck, eine „Waldausstellung“ und wir sahen uns im Morgenkreis die Fotos und Videos gemeinsam an.
Gern wollen wir den Waldtag wiederholen, die Natur in einer anderen Jahreszeit erleben sowie neue Fotos und Videos aufnehmen, um zu sehen, wie sich der Wald verändert.  

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Gesprächsrunde nach dem Schulbesuch in der Kita „Querxenhäusl: Toni: "Weißt du, ich habe bei der "Bus-Schule" gar keinen Bus gesehen." Erz.: "Naja, die heißt ja eigentlich Wilhelm-Busch-Grundschule. "Das ist der Dichter und Zeichner, der sich die Geschichte von Max und Moritz ausgedacht hat." Patricia: "Ach so, und wer war der Herr Querxenhäusl?"
— Kindermund