Konzeption Kita »Querxenhäus'l«

In den letzten Jahren haben wir gelernt, über Kinder zu staunen und haben Respekt vor der Ernsthaftigkeit, mit der Kinder ihr Leben gestalten.

Um dem Entwicklungstempo der Jüngsten gerecht zu werden, betreuen wir Babies und Kleinkinder in unterschiedlichen Gruppen – die Räume bieten Herausforderungen, die nur auf diese Altersgruppe wirken.

Bei der Aufnahme der Jüngsten legen wir großen Wert auf die sensible Gestaltung der Eingewöhnungsphase, um Kinder und Eltern behutsam an die neue Situation zu gewöhnen.

Im Kindergartenbereich gibt es vier Gruppen in denen jeweils Kinder im Alter von 3–5 Jahren gemeinsam spielen und lernen. Wir achten stets darauf, dass sich ausreichend gleichaltrige Spielfreunde in jeder Gruppe finden.

Die Alterszusammensetzung motiviert die jüngeren Kinder zu Experimentierfreude und Wissbegierde. Die älteren Kinder lernen Rücksicht und Toleranz, achten aber meist schon sehr verantwortungsvoll auf die Einhaltung der bestehenden Regeln in ihrer Gruppe.

Die Vorschulkinder verlassen ihre Gruppe und werden von einer Erzieherin übernommen, die die Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr bis zum Schuleintritt begleitet. Bis dahin sollen sie soviel Anerkennung, Bindung und Selbstwert erfahren haben, dass sie sich den veränderten Bedingungen und neuen Anforderungen gewachsen fühlen.

Wir spüren, dass die Kinder wissbegieriger geworden sind und nach Selbstständigkeit streben. Da sie auch belastbarer sind, bieten wir ihnen einen veränderten Tagesablauf, um ihnen weitere Zeit für Bildungs-, aber auch Spielaktivitäten einzuräumen.

In einigen Gruppen arbeitet jeweils eine Erzieherin mit heilpädagogischen Kenntnissen, um behinderte Kinder oder besonders förderungsbedürftige Kinder noch besser integrieren zu können.

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich in Ansätzen an der aus Italien stammenden Reggio-Pädagogik, die ihre Sichtweise zum Kind wie folgt formuliert:

„Kinder sind – ebenso wie Dichter und Musiker, Naturwissenschaftler – eifrige Forscher und Gestalter. Sie besitzen die Kunst des Forschens und sind sehr empfänglich für den Genuss, den das Erstaunen bereitet. Unsere Aufgabe besteht darin, den Kindern bei ihrer Auseinandersetzung mit der Welt zu helfen, wobei all ihre Fähigkeiten, Kräfte und Ausdrucksweisen eingesetzt werden.“
(Loris Malaguzzi)

Dieses Forschen und Entdecken erfolgt meist in der Arbeit an unterschiedlichen Projekten.
Durch die bildungsanregende Gestaltung der Gruppenräume und der dazu gehörenden Nebenräume bekommen die Kinder vielfältige Impulse zum selbständigen Entdecken, Forschen und Experimentieren. Die Erzieherinnen begleiten, beobachten und dokumentieren die verschiedenen Aktivitäten. Sie regen den dialogischen Austausch an, um so mit den Kindern auf ihre Fragen und Ideen eingehen zu können und entscheiden, welche weiteren Impulse anregend wirken. Die Projektdokumentation macht diesen Prozess deutlich.

Kinder sind Lernende und wollen sich ihre Lebensumwelt in eigenständigem Tun erschließen.
Hierfür brauchen sie eine Lernumgebung, die ihnen eine Gemeinschaft von Kindern bietet und Erwachsene (Erzieherinnen), die sie als Persönlichkeiten achten und auf ihrem Weg in ein selbst bestimmtes Leben liebevoll begleiten und unterstützen.

Hierbei ist uns der Weg zum Ergebnis bedeutsamer als das Ziel!

Unser Ziel ist, Neugier und Aktivität der Kinder zu wecken, ihre Kenntnisse von der Welt zu erweitern und sie bei der Entwicklung ihrer Ausdrucksfähigkeit zu unterstützen.

Wir fahren alljährlich in den Wald den Weihnachtsmann suchen und auch zu Ostern machen wir eine Busfahrt nach Jonsdorf und gehen auf Osterhasensuche. Als wir nun im Wald auf den Weihnachtsmann trafen, sagte Lea: „Oh, der Hasenmann.“
— Kindermund