Projekte »Bummi«

Rückblick der Vorschulgruppe                                                    

Wie schnell doch die Zeit vergeht und unser sehr schönes, erfolgreiches und abwechslungsreiches Vorschuljahr ist zu Ende. Viele Höhepunkte erlebten wir gemeinsam in dieser Zeit, z.B. Ausflug in den Görlitzer Tierpark, Lesenacht in der Kita, Schwimmen im Stadtbad Zittau sowie Unternehmungen in der näheren Umgebung von Hirschfelde. Auch ADACUS vom ADAC besuchte uns in der Kita und erklärte uns das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Wir nahmen an verschiedenen Veranstaltungen teil, z.B. am „Tag der Nachbarsprachen (Trilingo)“, Musikheldentag im Theater Zittau, Besuch bei der musikalischen Veranstaltung „ Ein ganz normaler Tag“ mit dem Sächsischen Polizeiorchester. Unser sportlichster Höhepunkt war die Teilnahme an der Kindersportwoche (KISWO) in Zittau.

So verging die Zeit wie im Fluge und unsere Abschlussfahrt rückte immer näher. Am 20.Juni war es dann soweit. Früh fuhren wir gemeinsam mit dem Bus nach Zittau und wanderten in den Tierpark Zittau. Dort schauten wir uns die Tiere an und verspeisten leckere Pizza zum Mittag. Im Tierpark wurden wir von der Tierparkmitarbeiterin herzlich begrüßt. Sie begleitete uns zu unserer Unterkunft im neuen Umweltbildungs- und Naturerlebniszentrum. Unser Gepäck wurde auch dorthin geliefert und alle waren froh, es nicht vom Eingang abholen zu müssen. Nachdem wir die Betten bezogen hatten, machten wir eine Mittagspause, um gut erholt in den Nachmittag mit Spaß und Spiel zu starten. Das Minigolf spielen und Kegeln waren sehr beliebt. Eine schöne Tradition ist es geworden, dass die zukünftige Erzieherin aus dem Hort und einige Kita-Team-Mitglieder die Abschlussfahrtkinder besuchen kamen. So verbrachten wir den Nachmittag und der Hunger wurde zum Abendessen mit gegrillten Würstchen, Brot und Gemüse gestillt. Am Lagerfeuer lauschten wir einer Geschichte und machten uns Knüppelteig. Als es anfing, dunkel zu werden, holten wir unsere Taschenlampen und begaben uns zur Nachtwanderung durch die Weinau. Das war zum Teil ganz schön gruselig, aber auch sehr schön. Nachdem wir wieder zurück in unserer Unterkunft waren, hieß es nur noch schnell duschen und ab ins Bett. Alle schliefen schnell und erschöpft ein. Nach einer ruhigen Nacht hieß es auch schon wieder, Taschen/ Schlafsäcke einpacken und frühstücken. Nach dem Frühstück wurden wir zur märchenhaften Wanderung durch den Tierpark abgeholt. Gespannt und voller Freude folgten wir den ausgelegten Spuren und erkannten alle Märchen richtig, sodass jeder am Ende einen „Märchentierretter-Orden“ erhielt. Besonders beeindruckend war der sehr nahe Streichelkontakt mit den Eseln und sogar Trampeltieren. Nachdem wir uns am Teich des Froschkönigs von der Tierparkmitarbeiterin verabschiedet hatten, hieß es auch Abschiednehmen vom Tierpark. Vielen lieben Dank nochmal an das tolle Tierparkteam und für die sehr schöne Zeit.

Nun hieß es, zum Mittagessen beim „Paul- Bäcker“ zu laufen, bevor wir mit dem Bus wieder zu unseren Eltern in die Kita fuhren. Unterwegs ließen wir uns noch ein leckeres Eis schmecken und so schafften wir es ohne Probleme wieder zurück. Glücklich begrüßten alle ihre Eltern und hatten jede Menge zu erzählen.

Am Montag kamen dann alle wieder gut erholt vom Wochenende in die Kita und da wartete auch schon eine neue Überraschung auf uns. Wir hatten Post von den Zuckertütenzwergen. Darin berichteten sie uns, dass die Zuckertüten am Zuckertütenbaum fast „reif“ sind und am Freitag beim großen Zuckertütenfest geerntet werden können. Schnell vergingen die paar Tage und jeder überlegte schon, wo der Zuckertütenbaum stehen könnte, denn das hatten die Zwerge nicht verraten. Endlich war Freitag und für einige Kinder auch der allerletzte Kindergartentag. Vormittags betrachteten wir auf unserer großen neuen Leinwand Fotos  von „ früher“ und besonders lustig waren die Videosequenzen beim Spielen. „Wie habe ich denn da geredet?“ oder „Sieh mal, was du da gemacht hast!“, waren die Äußerungen von den Kindern dazu. Als Überraschung gab es Eis und nach dem Mittagessen gingen wir noch einmal auf den Spielplatz bei der Schule. Dort spielten wir gemeinsam Fußball mit den Schulkindern oder nutzten die Spielgeräte. Leise schlichen wir uns später wieder in die Kita, denn die anderen Kinder schliefen ja schon. Schnell machten wir uns zur Mittagsruhe zurecht und schliefen ein. Als wir aufgestanden waren, entdeckten wir gleich die neue Post von den Zuckertütenzwergen. Nun hieß es, schnell die Abschluss-T-Shirts anziehen und ab auf die Suche nach dem Zuckertütenbaum. Die Zwerge hatten kleine Zuckertüten als Wegweiser aufgehangen. Die hieß es, nun zu finden und ihnen zu folgen. Bei dem kleinem Wasserfall im Neißetal in Hirschfelde machten wir Picknick, bevor wir gestärkt weiteren Hinweisen folgten. So führten uns die Hinweise über eine kleine Brücke, über umgestürzte Bäume, bergauf, bergab durch die Kemlitz bis nach Dittelsdorf auf den Spielplatz. Dort war aber kein Zuckertütenbaum zu sehen und so machten wir eine kleine Pause. Aber nach kurzer Zeit war ein merkwürdiges Geräusch zu hören. Was war das? Es kam näher und neugierig gingen wir ihm entgegen. Da stand ein wunderschön geschmückter alter Traktor. Mit lautem Jubel nahmen wir Platz und los ging es. Der Traktorfahrer wusste den Weg zum Zuckertütenbaum. Wir fuhren am Dittelsdorfer Kindergarten vorbei, in Richtung Wittgendorf, dann zu unserer Kita und dann nach Hirschfelde zu den Landfrauen. Dort endete unsere schöne Fahrt, denn alle Eltern, Erzieherinnen, die zukünftige Grundschullehrerin und die Landfrauen erwarteten uns dort auf dem sehr schön geschmückten Gelände. Freudig begrüßten wir die Eltern und Gäste. Unsere Musikheldenpädagogin erwartete uns ebenfalls, denn mit ihr hatten wir ein kleines musikalisches Programm als Überraschung für die Eltern vorbereitet. Nach der Vorführung machten wir uns erneut auf die Suche nach dem Zuckertütenbaum. Und endlich hatten wir ihn entdeckt! Doch was war das? Er war abgesperrt und ein erneuter Brief wartete auf uns. Darin stand, dass wir uns die Zuckertüten erst noch verdienen müssen und jeder eine Aufgabe aus den Losen erfüllen muss. Das war ganz schön lustig: z.B. der Stelzenlauf mit Mama oder Papa, Schubkarre fahren oder das Anziehen von Sachen, die wir zum Schwimmen brauchten. Knifflig waren die Puzzle, die die Kita und Schule zeigten oder das pantomimische Darstellen von Sportarten bei der KISWO. Kreativität war beim Malen einer Zuckertüte gefragt. Und so konnte nach Erfüllung aller Aufgaben endlich die Zuckertütenernte beginnen.

Nun konnte jeder erst einmal in Ruhe seine Zuckertüte genießen und deren Inhalt erkunden. Es warteten noch viele weitere Überraschungen z.B. Ponnyreiten, Schnipselschnur, Seifenblasen, Wäsche waschen wie früher,… zum Ausprobieren. In der Zwischenzeit hatte das Landfrauen-Team gegrillt und aus den mitgebrachten Beilagen der Eltern ein wunderschönes, leckeres und abwechslungsreiches Buffet gezaubert.

Nach dem gemeinsamen Essen schrieb noch  jedes Kind seinen Namen auf ein kleines Kärtchen und band dies an einen mit Gas gefüllten Luftballon. Gemeinsam ließen die Kinder mit ihren Eltern die Luftballons in den abendlichen Himmel steigen. Und somit gingen ein toller Tag und ein wunderschönes Zuckertütenfest zu Ende. Vielen herzlichen Dank noch einmal an die Landfrauen, die uns im Rahmen eines Projektes bereits zum wiederholten Mal so fleißig unterstützt und liebevoll empfangen haben.

Die Vorschulerzieherinnen

Bundesprogramm „Sprach- Kita“

Seit März 2017 nimmt unsere Einrichtung am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesfamilienministeriums teil.
Dabei wird das Team der Kita durch eine Fachkraft mit Expertise im Bereich der  sprachlichen Bildung unterstützt und begleitet. Sie trägt  dazu bei, dass die alltagsintegrierte sprachliche Bildung weiterentwickelt wird. Weitere Schwerpunkte des Bundesprogramms sind die Zusammenarbeit mit Familien und die tagtäglich gelebte inklusive Pädagogik im Hinblick auf die sprachliche Integration unserer polnischen und tschechischen  Kinder.

Unsere Sprachfachkraft  ist eine Erzieherin aus unserem Team. Sie bildet sich besonders im Bereich „Sprachliche Bildung“  weiter. Ihr dabei  erworbenes  Wissen gibt sie in unser Team und zeigt uns so  neue Methoden zur Sprachförderung auf.
Außerdem ergänzt sie unsere  pädagogische  Arbeit im Tageslauf mit besonderen Angeboten im Sprachbereich, individuell abgestimmt auf die einzelnen Gruppen. Damit auch jedes Kind davon profitiert, passt sie ihr Angebot an das Alter und an die sprachlichen Bedürfnisse der Kinder an.
In den Krippengruppen schaut sie beispielsweise mit den Kindern Bücher an oder bringt verschiedene Bewegungslieder ein. Bei Puste- und Blubberübungen mit Strohhalm und Watte lernen die Kinder zum Beispiel in spielerischer Form ihre Atmung zu kontrollieren. In die Kindergartengruppen hat unsere Sprachfachkraft beispielsweise das Spiel „Die freche Sprechhexe“ etabliert. Die Kinder lernen dabei spielerisch Reimwörter oder Minimalwörter kennen. Seit diesem Zeitpunkt ist sie die „Sprachhexe“ bei unseren Kindern.

Einmal im Monat können die Kindergartenkinder aus einer Vielzahl an Angeboten aus unterschiedlichen Bereichen wählen. Dabei bietet unsere Sprachfachkraft auch Sprachspiele an und die Kinder können sich z.B. im Reimen üben oder sich in lustigen Übungen mit ihrer Zunge probieren.

Durch dieses Programm wird letztendlich die Lust der Kinder am Spracherwerb gezielt  gefördert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Sprachprojekt werden evaluiert und für die Weiterentwicklung des Projektes auf Bundesebene genutzt.


 

Ein Kind in der Kita hatte Mittelohrentzündung. Fynn (4 Jahre) berichtet. „Das Ohr ist ausgelauft!“
— Kindermund