Projekte »Kinderland«

Sprache und Sprachförderung

Unser Werdegang durch die Sprachprojekte von Anfang an bis jetzt

Es war einmal …

… im April 2011 da machten wir uns auf den Weg die Sprache der uns anvertrauten Kinder optimal zu fördern. Alles begann mit dem Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“. Dabei lag das Augenmerk auf der sprachlichen Entwicklung von 0- bis 3-jährigen Kindern. Alle Kinder in diesem Alter sollten in der Kita die gleichen Chancen auf eine gute Sprachentwicklung bekommen. Das passiert in unserem Kinderland durch die sogenannte alltagsintegrierte Sprachförderung. Durch Lieder, Reime, Finger- und Kreisspiele, den Einsatz von Bilderbüchern und anderen sprachförderlichen Materialien werden Kinder zum Sprechen angeregt und lernen von ihren sprachlichen Vorbildern, uns Erwachsenen oder auch den älteren Kindern. Um die Sprachentwicklung der uns anvertrauten Kinder zu fördern, haben wir uns einen fahrenden Bücherwagen angeschafft, der in regelmäßigen Abständen in jede Gruppe kommt, damit sich die Kinder die Bücher in der Kita anschauen können, aber auch leihweise mit nach Hause nehmen können.  Jede Gruppe verfügt außerdem über einen digitalen Bilderrahmen, der die Aktionen der Kinder in der Kita zeigt und so Eltern einen Einblick in den Kita-Alltag geben soll und Eltern, Großeltern, … und Kinder zum Miteinander-Sprechen anregen soll. Unser Sprach-Maskottchen „ANTON“ besucht die Kinder in ihren Gruppen und singt, liest, spielt und spricht mit ihnen. An unseren Sprachtafeln finden Eltern Informationen zur Sprachentwicklung von Kindern, Tipps zur Umsetzung von Sprachförderung und die Geschehnisse der sprachlichen Bildung in unserer Kita.

… Anfang Mai 2013, da begann für unser Kita-Team die Qualifizierungsoffensive ‚Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei‘ und waren im Jahr 2014 Konsultationskita für Sprache. Das bedeutete für uns, dass wir unser Haus für interessierte Erzieher/Innen zur Weiterbildung öffneten, sie zu einem Rundgang durch unsere Krippenräumen einluden und ihnen unser Konsultationsthema näherbrachten. Gemeinsam schauten wir nach sprachförderlichen Dingen in unserer Kita und gaben so Anregungen für die sprachliche Arbeit in anderen Kitas. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die sprachliche Entwicklung der Kinder, besonders bei den Krippenkindern, zu beobachten und zu dokumentieren. So werden kleine Videos von den Kindern über einen längeren Zeitraum gedreht, um die Entwicklung der Sprache zum Beispiel des Wortschatzes festzuhalten. Mit Hilfe der Videoaufnahmen werden Lerngeschichten mit dem Schwerpunkt ‚sprachlichen Bildung‘ geschrieben, die dann beim Entwicklungsgespräch den Eltern vorgelesen und die dazugehörigen Videos gezeigt werden.

… im Januar 2016, da startete für uns das neue Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Ziel des Bundesprogramms ist es, in Kindertagesstätten die sprachliche Bildung der Kinder, dem Umgang mit Vielfalt und der Zusammenarbeit mit Familien zu stärken. Nun gibt es neben der zusätzlichen Fachkraft, die wie beim Vorgängerprojekt in der Kita tätig ist, noch eine Fachberatung. Sie organisiert Arbeitskreise mit den in einem Verbund zusammengeschlossenen Kitas, in denen Fachwissen zum Beispiel zur Zusammenarbeit mit Eltern, der sprachlichen Bildung und der Inklusion (alle gleich  behandeln) vermittelt wird, das dann an die Erzieherinnen in den Kita-Teams weitergegeben wird. Das erworbene Wissen setzen wir tagtäglich in der Arbeit mit unseren Kindern und in der Zusammenarbeit mit den Familien ein.

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie in unserem Flyer: Flyer Sprache

Weitere Informationen zum Bundesprogramm finden Sie unter: Bundesprogramm Sprach-Kitas

Kooperation

Wilhelm-Busch-Schule
Hospitationen, gemeinsame Gestaltung der Schuleingangsphase, Kennenlernwerkstatt

Lessing-Grundschule
Hospitationen, gemeinsames Tanzen in der Turnhalle, Termine zum Kennenlernen der Schule

Bibliothek
Einmal monatlich erhalten die Kinder Einblicke in die Welt der Bücher angeleitet von einer Bibliothekarin

Alten- und Pflegeheim
Kuchenbasar zweimal im Jahr, Adventsnachmittag

Villa
Wahrnehmung der Angebote (Kino, Verkehrsgarten, Vorschulprojekt)

Domino
Nutzung des Camps für die Abschlussfahrt unserer Schulkinder

Kraftverkehr
Nutzung eines Busses für unsere Fahrten ins Gebirge Ostern und Weihnachten

Sport
Kostenfreies Sportangebot für die Vorschulgruppe in der Turnhalle Zittau Süd

Erzieherin (etwa 55 Jahre alt) bittet Felix und Ayline: „ Könntet ihr mir mal bitte helfen und die Sandautos in den Schuppen fahren?“ Beide Kinder erledigen den Auftrag sofort.
Im Schuppen angekommen, bedankt sich die Erzieherin nochmals mit den Worten „ Danke, ihr habt mir sehr geholfen.“ Darauf antwortet Felix: „Ja bitte, ich helfe alten Leuten immer gern.“
— Kindermund